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Sauna kaufen und zwar günstig

Mit regelmäßigen Saunabesuchen bieten Sie Ihrem Körper vielseitige Möglichkeiten, um fit und gesund zu bleiben. Das Immunsystem wird gestärkt, wodurch Erkältungskrankheiten nur wenige Chancen haben. Das Herz-Kreislaufsystem wird trainiert und kann dadurch besser auf Veränderungen reagierten. Ein Saunagang ist aber auch gut für die Haut, denn durch die übermäßige Wärme werden die Poren der Haut geöffnet und abgelagerte Stoffe einfach abtransportiert.

Diejenigen, die regelmäßig in die Sauna gehen, fühlen sich fitter und gesünder. Für einen Saunabesuch stehen Ihnen unterschiedliche Varianten zur Verfügung. Um Ihnen einen Einblick zu geben, wurden nachfolgend viele interessante Informationen für Sie zusammengetragen, die Ihnen im Vorfeld helfen sollen wenn Sie eine Sauna kaufen möchten. Außerdem haben wir Ihnen ein paar Produkte zusammengestellt.

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Bauweise einer Sauna

Die Bauweise von Saunen gestaltet sich unterschiedlich und sollte beachtet werden wenn man sich eine Sauna kaufen möchte. Neben der Massivsauna sind auch Elementsaunen und Einbausaunen zu finden.

  • Die Massivsauna wird aus Massivholz hergestellt, welche Schicht für Schicht zusammengefügt und zusammengepresst wird, wodurch ein hitzedichter Aufbau entsteht. Für eine stabile Verzahnung verfügen die Bohlen über Nut und Feder, die einfach zusammengesteckt werden, damit das Holz sich kontrolliert bewegen und arbeiten kann. Nägel, Schrauben und Leim finden keine Verwendung. Die natürlichen Materialien nehmen die Feuchtigkeit auf und können sie auch wieder abgeben. Der Baustoff Holz bietet sowohl klimatische, wie auch hygienische Vorteile, gerade wenn massive Holzbohlen Verwendung finden.
  • Die Elementsaunen setzen sich aus unterschiedlichen Lagen zusammen und lassen sich daher auch einfach wieder abbauen. Die erste Lage im Innenraum der Sauna besteht aus einer zwei bis vier cm starken Holzschalung, die zweite Lage ist eine hitzebeständige Dampfsperre, meist aus Reinaluminium hergestellt, worauf eine Schicht mit Isoliermaterial folgt. Die Außenseiten der Sauna sind wieder mit Holz verkleidet. 
  • Die Einbausauna wird genauso wie die Elementsauna mehrlagig aufgebaut. Der Aufbau kann durch Fachpersonal oder im Do-it-yourself-Verfahren vorgenommen werden. Die Sauna kann im Keller und auf dem Dachboden integriert oder im Garten aufgebaut werden.
  • Eine Mobilsauna ermöglicht den Transport der Sauna an einen schönen Ort oder eine traumhafte Landschaft wie beispielsweise einen See, um dort Saunagänge durchzuführen. Die Mobilsaunen werden auf PKW-Anhängern oder in anderen Fahrzeugen eingebaut.
  • Schwitzzelte wurden in alten Kulturen bereits als Schitzräume genutzt. Aufgestellt wurden diese Zelte über Feuerstellen und dienten genauso wie eine Sauna zur Reinigung des Körpers.

Heizquellen einer Sauna

In einer Sauna kommen unterschiedliche Heizquellen zum Einsatz, die die Luft erhitzen und den benötigten Dampf durch Aufgüsse für einen Saunagang bereitstellen. Je nach Wohnsituation und Energiekosten sollte man sich über die Heizquelle Gedanken machen. Folgende Arten kommen dabei zum Einsatz:

  • Das Holzfeuer dient in traditionellen Kulturen für die Beheizung der Sauna. Das Feuer wird direkt in der Sauna entfacht, wobei Steine erhitzt werden. Nach Erlöschen des Feuers dienen die Steine als Heizquelle, die durch einen Aufguss Dampf erzeugen.
  • Der Holzofen verfügt über eine geschlossene Brennkammer und wird durch ein Holzfeuer betrieben. Die benötigte Luft für die Verbrennung holt er sich von außen. Die verwendeten Öfen und ihr Betrieb unterliegen in Deutschland der Feuerstättenverordnung der einzelnen Länder und müssen daher abgenommen und regelmäßig überprüft werden.
  • Der Elektroofen erzeugt über elektrische Heizstäbe die nötige Hitze, die an Steine und die Raumluft abgegeben werden. Bei der Verwendung von einem Elektroofen muss darauf geachtet werden, dass die elektrischen Leitungen mit hitzebeständigen Materialien wie beispielsweise Silikon ummantelt sind.
  • Die Infrarotsauna erzeugt ihre Hitze durch die Strahlungswärme der Infrarotlampen, die dafür Sorge tragen, dass sich die Oberfläche des Körpers erhitzt, wodurch sich ein ähnlicher Effekt wie in einer klassischen Sauna einstellt. Vielfach sind zusätzlich Farblampen integriert, die durch ihre Farbe positiv auf das seelische Gleichgewicht einwirken.

Kulturelle Aspekte und Bedeutung in der Medizin

Das Saunieren dient nicht nur der Gesundheit, der körperlichen Erbauung, der Verbesserung des Wohlbefindens und der körperlichen Reinigung. Vielmehr kann ein Gang in die Sauna auch einen gesellschaftlichen Aspekt beinhalten, wenn Sie sich dort mit Freunden treffen. Beim Besuch einer Sauna gibt es erhebliche nationale Unterschiede im Bezug auf Geschlechtertrennung und Bekleidung, an die Sie sich unbedingt halten sollten.

In den skandinavischen Ländern und in Deutschland wird ohne Bekleidung sauniert. Eine Ausnahme bildet allerdings die sogenannte Textilsauna. Wird ein Blick in andere Länder und vor allen Dingen in den romanischen Sprachraum geworfen zeigt sich, dass das nackt saunieren nicht nur unüblich, sondern vielerorts sogar verboten ist. Die meisten Saunen nehmen eine Geschlechtertrennung vor, gerade wenn der Saunagang nackt durchgeführt wird. Der deutschsprachige Raum bildet eine Ausnahme beim Besuch einer öffentlichen Sauna, da hier vielfach geschlechtergemischt sauniert wird. Allerdings gibt es vielfach separate Zonen oder einen speziellen Tag für Frauen.



Eine enorme Bedeutung hat die Sauna gerade in Skandinavien und in Russland. Das Thema „Sauna kaufen“ ist hier daher schon ein alter Hut. Im russischen Raum trägt die Sauna den Namen Banja. Ein Saunagang wird dazu genutzt, soziale und geschäftliche Kontakte zu pflegen. Viele geschäftliche Entscheidungen werden in einer Sauna getroffen, wenn Geschäftsleute gemeinsam saunieren.

Sowohl in der Sauna, als auch in der russischen Banja werden meist Büschel von Birkenzweigen mitgenommen, um damit den gesamten Körper abzuschlagen und einen leichten Schmerz zu erzeugen. Dieser Schmerz erzeugt eine Stimulation der Haut und fördert die Durchblutung. Verwendung finden frische Zweige mit Blättern oder solche, die im Frühsommer getrocknet oder eingefroren wurden. Vor Gebrauch werden die getrockneten Zweige in Wasser eingeweicht. Die daraus entstehende Flüssigkeit kann für einen aromatischen Aufguss genutzt werden.

Aspekte der Sauna im Bereich der Medizin

Der Gang in die Sauna soll in erster Linie zum Schutz vor Erkältungskrankheiten dienen. Zudem kann das Saunieren auch zu therapeutischen Zwecken genutzt werden, wenn beispielsweise eine Störung des vegetativen Nervensystems vorliegt. Eine Linderung der Symptome kann bei Arthrose und chronischen Rückenschmerzen durch einen Saunabesuch herbeigeführt werden.

Bei einem Saunagang wird die Körpertemperatur auf 39° Celsius während der Schwitzphase erhöht. Diese Temperaturerhöhung wird auch als künstliches Fieber bezeichnet und bewirkt das Gleiche wie richtiges Fieber, denn die Aktivität der Immunzellen wird deutlich erhöht. Diese erhöhte Aktivität ist wichtig für die Abwehr von Infekten.

Die Abfolge eines Saunagangs, wo zuerst große Hitze und anschließend Abkühlung durch das Kaltbad erfolgt, entspannt die Muskeln und bewirkt eine physiologische Reaktion. Kurzfristig steigt der Blutdruck deutlich an, der Kreislauf wird angeregt, die Atmung beschleunigt sich und das Immunsystem entwickelt Abwehrkräfte, die zu einem deutlich besseren Wohlbefinden beitragen. Der Gang in die Sauna dient auch zur Hautreinigung und verlangsamt den Alterungsprozess der Haut.

Direkt nach dem Betreten der Sauna beginnt die Haut zu reagieren. Die Durchblutung wird erhöht, die Körpertemperatur an der Oberfläche steigt nach 15 Minuten auf 40° bis 42° Celsius und die Poren öffnen sich. In der Abkühlphase, wo kaltes Wasser über den Körper gegossen wird, verengen sich die Blutgefäße und Poren wieder, wodurch sich ein Training für die Gefäße ergibt.

Zudem wird durch das Schwitzen und die kalten Güsse eine schonende Körperreinigung bewerkstelligt, wobei die obere Hornschicht der Haut aufquillt und sich anschließend leicht abspülen lässt. Die Struktur von sehr trockener Haut wird durch die Aktivierung der Schweißdrüsen und die Einlagerungen von Wasser in der Hornschicht deutlich verbessert.

Aus medizinischer Sicht sollten Sie bei Herz-Kreislauf-Problemen, Entzündungen, Infektionskrankheiten, Krampfadern und Thrombose auf den Besuch einer Sauna verzichten. Denn der Körper wird beim Saunieren stark beansprucht, was sich in solchen Fällen negativ auswirken kann. Gegebenenfalls sollten Sie den Rat Ihres Hausarztes einholen.

Unterschiediche Varianten der Sauna

Neben der klassischen Sauna, die hierzulande im öffentlichen Bereich, wie auch Zuhause zu finden ist, gibt es reichhaltige Varianten und Arten.

Das Dampfbad

Das Dampfbad ist eine Variante der Sauna und wird mit niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit betrieben. Je nach Land tragen sie verschiedene Bezeichnungen. Sie sind in ihrem Aufbau auch unterschiedlich. Die verschiedenen Formen sind:

  • Banja – russisches Dampfbad
  • Biodampfbad
  • Caldarium – römisches Dampfbad
  • Hammam – türkisches Dampfbad
  • Inipi – nordamerikanische Schwitzhütte
  • Sento – japanisches Dampfbad
  • Soft-Dampfbäder
  • Temazcal – mexikanisches Dampfbad
  • Tylarium – Mischung aus Sauna und mildem Dampfbad
  • Moderne Dampfbäder

Unterschieden wird zudem in unterschiedliche Varianten der Sauna:

  1. Finnische Rauchsauna
  2. Finnische Blockhaussauna
  3. Finnische Keloholzsauna
  4. Integrierte Sauna
  5. Erdsauna
  6. Stollensauna
  7. Salzsauna
  8. Höhlensauna

Biosauna oder Sanarium – Das feuchte Warmluftbad

In einem feuchten Warmluftbad sind die Temperaturen deutlich geringer als in einer klassischen Sauna und liegen durchschnittlich bei 45 – 60° Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von ungefähr 40 – 55 Prozent. Durch diese Kombination, in Verbindung mit ätherischen Ölen und speziellem Licht, wirkt sie kreislaufschonend. Die Verweildauer in der feuchten Warmluftsauna beträgt in der Regel 15 bis 30 Minuten, ansonsten gestaltet sich der Ablauf genau wie bei einer klassischen Sauna. Besonders gut geeignet ist sie für diejenigen, die gerade mit dem Saunieren beginnen, für ältere Menschen und für Kinder.

Textilsaunen bevorzugt in öffentlichen Badeanstalten

Die Bezeichnung Textilsauna sagt nichts über den Typ der Sauna aus, sondern vielmehr, dass hier eine Kleiderordnung herrscht und nicht nackt sauniert wird. Bei dieser sogenannten Sauna handelt es sich vielfach um Dampfsaunen, die in öffentlichen Schwimmbädern integriert sind.

Der Vorteil besteht darin, dass keine zusätzlichen Umkleideräume geschaffen werden müssen, um den Saunabereich nutzen zu können.

Daher lassen sie sich einfach in den normalen Betriebsablauf eines Schwimmbads integrieren. Die Textilsauna ist in Asien und den USA üblich. In Frankreich und Südeuropa ist nackt saunen nur geschlechtergetrennt möglich.

Textil- oder Nacktsauna wird von Saunagängern in Deutschland immer wieder kontrovers diskutiert. Allerdings fehlen fundierte wissenschaftliche Ergebnisse zu den jeweiligen Argumenten. Die jeweiligen Argumente beziehen sich auf hygienische und physiologische Aspekte, wie beispielsweise die Chlorbelastung der Badebekleidung und die Wärmezirkulation des Körpers.

Diese werden sowohl von den Befürwortern des Nacktsaunens und den Gegnern angeführt, aber unterschiedich ausgelegt. Gerade diejenigen, die nackt saunieren, sehen eine gesundheitliche Gefahr beim Tragen von Badebekleidung, da zum einen das Abführen der Körperwärme durch die Bekleidung beeinträchtigt wird und zum anderen, dass durch das Chlor Hautirritationen hervorgerufen werden können.

Möchte man sich eine Sauna kaufen und zwar für zu Hause, muss man sich natürlich nicht nach anderen in dieser Frage richten.

Eine Sauna kaufen für Zuhause

Eine Sauna kaufen für Zuhause können Sie im Versandhandel, im Internet, in einem Baumarkt oder bei einem Fachhändler kaufen. Allerdings gibt es einige Dinge, die zu beachten sind. Im ersten Schritt sollten Sie genau überlegen, wo Sie die Sauna aufstellen möchten und ob der Platz ausreichend ist. Erforderlich ist für den Anschluss des Elektroofens ein Dreiphasenstromanschluss, so wie er auch bei einem Elektroherd benötigt wird.

Dieser sollte von einem Fachmann vom Stromkasten an die Stelle verlegt werden, wo die Sauna aufgestellt wird. Der Saunaofen verfügt über eine Leistung von 10 kW und heizt die Sauna in einem Zeitraum von 20 bis 30 Minuten auf etwa 70 bis 80° Celsius auf. Mittlerweile werden unterschiedliche Saunabausätze angeboten, die selbst auf sehr kleinem Raum aufgestellt werden können. Wichtig ist bei der Wahl des Raumes, dass dort eine ausreichende Belüftung bewerkstelligt werden kann.

Die Planung der Sauna im Eigenheim

Für den Aufbau einer Sauna gibt es keine baurechtlichen Vorschriften, doch sollte immer bedacht werden, dass durch die Sauna viel Feuchtigkeit erzeugt wird, die dem Mauerwerk und der Sauna schaden. Wichtig ist eine perfekte Belüftung, sodass die Feuchtigkeit abziehen kann. Bei der Planung der Sauna wird in der Regel pro Person ca. 1,5 qm Platz geplant, damit genügend Bewegungsfreiheit bleibt. Ideal ist ein Wasseranschluss in der Nähe der Sauna, damit auf die Abkühlung nach dem Saunieren nicht verzichtet werden muss.

Wenn der passende Platz für die Sauna gefunden und der Strom- und Wasseranschluss verlegt ist, fehlt nur noch der passende Bausatz. Zum einen können Sie die Sauna von einer Fachfirma aufbauen lassen. Allerdings kann die eigene Wellness-Oase mit etwas handwerklichem Geschick auch im Do-it-yourself-Verfahren einfach aufgebaut werden.

Kosten für Saunabausatz, Betriebskosten und Energieverbrauch

Die Bausätze für die heimische Sauna gibt es bereits für ein kleines Budget zu kaufen. Durchaus qualitativ gute Modelle liegen im Bereich um 1000 Euro, wobei nach oben hin keine Grenzen gesteckt sind. Die Luxussaunen bieten vielfach integrierte Beleuchtung für eine Lichttherapie, einen speziellen Saunaofen und viele weitere schöne Extras, die jederzeit genutzt werden können. Daher gibt es für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel genau das richtige Saunamodell.

Die Betriebskosten für eine Sauna im Eigenheim bleiben durchaus überschaubar, da durch die unterschiedlichen Stromanbieter viel Bewegung in die Strompreise gekommen ist. Wird beispielsweise von einem Strompreis von 50 Ct. ausgegangen, kann für eine Stunde in einer Vier-Personen-Sauna dieses besondere Erlebnis genossen werden. Wichtig ist allerdings, dass die Sauna richtig aufgestellt und montiert wurde und die Wärmedämmung stimmt.

Saunieren im deutschsprachigen Raum

Im deutschsprachigen Raum beginnt der Besuch einer Sauna mit einer Dusche und dem gründlichen Abtrocknen, bevor der erste Saunagang durchgeführt wird. Eine trockene Haut ist erforderlich, damit das Schwitzen nicht verzögert wird. Eine relativ geringe Luftfeuchtigkeit herrscht in der Aufguss-Sauna vor. Bei einer Temperatur von 100°C ist die relative Luftfeuchtigkeit bei 2 bis 5 Prozent.

Die Sauna oder auch Systemsauna wird in Deutschland immer beliebter, weshalb auch immer mehr eine Sauna kaufen oder selbst bauen.

Häufig werden dem Aufgusswasser ätherische Öle beigemischt. Der aufsteigende Dampf wird mit einem sogenannten Wacheltuch in der gesamten Sauna verteilt. In Finnland ist dieses nicht üblich und weitestgehend unbekannt. Daher ergibt sich in einer finnischen Sauna eine Luftschichtung, sodass es in den unteren Bereichen der Sauna für Untrainierte und Kinder deutlich angenehmer ist.

Neben der Aufguss-Sauna gibt es zudem die Trockensauna, wo die Temperaturen deutlich höher sind. Da bei dieser Sauna-Art kein Aufguss durchgeführt wird, ist die Luftfeuchtigkeit sehr gering.

Die Besucher der Sauna sind weitestgehend oder sogar vollständig unbekleidet in der Saunakabine. Ein großes Handtuch wird als Unterlage genutzt, damit keine Verunreinigungen entstehen können. Der Aufenthalt in der Sauna beträgt insgesamt 8 bis 15 Minuten, danach erfolgt eine kurze Abkühlphase an der frischen Luft. Dabei nimmt die Lunge eine große Menge Sauerstoff auf, der die Atemwege abkühlt, bevor die Kaltdusche zum Einsatz kommt.

Die Kaltdusche kann in Form von einer Dusche, einem kalten Bad oder einem Schwallguss erfolgen. Anschließend wird ein Ruheraum aufgesucht, um sich zu erholen. In dieser Phase setzt das Nachschwitzen ein. Um diesem entgegenzuwirken, sollten Sie in der Abkühlphase warme Fußbäder nutzen.

In der Regel wird diese gesamte Prozedur zwei- bis dreimal wiederholt. Dazwischen wird eine Pause von mindestens 15 Minuten eingelegt. Mehrere Saunagänge bieten keinen höheren Nutzen, sondern sorgen eher für Müdigkeit. Ein empfehlenswerter Rhythmus kann folgendermaßen aussehen:

  • 8 bis 15 Minuten Schwitzphase
  • Ca. 15 Minuten Abkühlphase
  • Ca. 15 Minuten Ruhephase

Banja – Die Sauna in Russland

In Osteuropa und speziell in Russland wird dem Besuch der Sauna ein großes Interesse beigemessen, da sich dort auch Politiker und Geschäftsleute treffen, um sich zu beraten oder Entscheidungen zu fällen. Daher sind auch in anderen Ländern immer wieder russische Landleute anzutreffen, um Kontakte zu anderen Russen zu pflegen. Im Allgemeinen wird in Russland auch geschlechtergetrennt sauniert, abgesehen von freundschaftlichen oder geschäftlichen Saunabesuchen.

Zubehör - Sauna kaufen

Der Saunagang – Eine Besonderheit mit vielen Extras

Für einen Saunabesuch sollten Sie sich Zeit nehmen, damit Sie das Saunavergnügen in vollen Zügen genießen können. Wenn Sie den Besuch einer öffentlichen Sauna anstreben, gibt es verschiedene Verhaltensregeln, die Sie beachten sollten. Bevor der eigentliche Saunabereich betreten wird, sollten Sie sich, gerade im deutschsprachigen Raum, vorab ausgiebig Duschen.

Als Sitz- bzw. Liegeunterlage ist ein großes Badetuch sehr gut geeignet, damit der Schweiß nicht auf das Holz gelangen kann. Ein zweites kleineres Handtuch dient zum Abtrocknen. Zum guten Ton gehört die Begrüßung derjenigen, die sich bereits in der Sauna befinden. Im Gegensatz zu Saunen im skandinavischen Raum wird im deutschsprachigen Raum beim Saunagang eher wenig gesprochen.

Damit in der Sauna Dampf entsteht, werden Aufgüsse durchgeführt. Dazu wird Wasser auch heiße Steine gegossen, die eine Temperatur von bis zu 500° Celsius erreichen. Es entwickelt sich Wasserdampf, der kurzfristig die Luftfeuchtigkeit in der Sauna ansteigen lässt. Durch die Verwendung von Lavastein wird ein Platzen der Steine verhindert. Der Wasserdampf steigt zunächst nach oben und wird durch die Luftverwirbelung, die durch das Handtuchschlagen erzeugt wird, im gesamten Raum verteilt. Das Handtuchwedeln sorgt auch dafür, dass die isolierende Luftschicht auf der Haut mit der warmen Luft verwirbelt und der Körper weiter aufheizen kann.

Der Aufguss

Durch den Aufguss wird das Hitzeerleben in der Sauna deutlich verstärkt. Gerade in einer sehr heißen Sauna kann das Hitzeerleben auf den oberen Bänken bis an die Grenze des ertragbaren Schmerzes führen. Daher sollten ungeübte Saunabesucher und Anfänger die unteren Bänke nutzen, da dort die Luft nicht ganz so heiß ist.

Der Aufguss ist der Höhepunkt eines Saunagangs und spielt eine zentrale Rolle. Daher wird der Aufguss regelrecht zelebriert. Das Wasser für den Aufguss kommt aus einem Aufgussgefäß aus Holz und fasst ungefähr 5 Liter Wasser. Dem Wasser können unterschiedliche Aufgusskonzentrate wie Eukalyptus, Menthol, Minze oder Latschenkiefer beigemengt werden. Je nachdem welches Konzentrat Verwendung findet, wirkt der Saunagang beruhigend oder anregend auf den Körper.

Vor dem ersten Aufguss wird frische Luft in die Sauna gelassen, indem kurzzeitig die Türe der Sauna geöffnet wird. Anschließend können Sie die Sauna betreten und sich Ihren Platz auswählen, bevor der Aufguss durchgeführt wird. Vielfach werden den Saunagängern Eiswürfel bereitgestellt, damit bestimmte Körperbereiche abgekühlt werden können. Mitunter werden auch kalte Früchte wie Apfel oder Zitrone gereicht.

Die Sauna wird während des Aufguss nicht verlassen, da durch das Öffnen der Türe der Aufgusseffekt gestört würde.

Sollten allerdings gesundheitliche Probleme auftreten, kann die Sauna natürlich verlassen werden. Mit einem hölzernen Schöpflöffel wird das Wasser auf den heißen Stein gegeben, wo es verdampfen kann. Wenn zweidrittel des Wassers verbraucht ist, wird der Dampf mit einem Wacheltuch in der Sauna verteilt.

Für die Verteilung des Dampfs gibt es ausgereifte Techniken, die mit dem Handtuch durchgeführt werden. Anstelle eines Wacheltuchs kann auch ein Fächer zum Einsatz kommen. Meist wird das Aufgießen und Wedeln dreimal hintereinander wiederholt. Mit dem letzten Aufgießen ist der Saunagang beendet. Anschließend folgt die Abkühlung mit frischer Luft und kalten Wassergüssen.

Aufgüsse der besonderen Art

In der Regel werden in Mitteleuropa dem Aufgusswasser einige Tropfen ätherische Öle beigemischt, die Sie im Fachhandel kaufen können. Die enthaltenen Aromastoffe können bedenkenlos inhaliert werden. Zudem werden sie während des Saunagangs durch die Haut aufgenommen. Verwendet werden sollten daher nur Substanzen, die sich für die Sauna eignen.

Eis- und Schnee-Aufguss

Beim Eis- und Schnee-Aufguss kommen Eiswürfel oder zerstoßenes Eis zum Einsatz. Durch die Konsistenz schmilzt und verdampft das Eis gleichmäßiger und rinnt nicht ungenutzt durch den Lavastein. Dadurch ergibt sich ein deutlich größerer Effekt bei der Verdampfung. Nach Belieben können ätherische Öle beigemengt werden.

Gießkannen-Aufguss

Durch die Verwendung einer Gießkanne mit Gießbrause wird das Wasser sehr gleichmäßig auf dem Stein verteilt, wodurch die Fläche besser genutzt werden kann. Es ergibt sich eine stoßweise Verdampfung. Durch das feine benetzen der Steine ergibt sich ein deutlich intensiveres Hitzeempfinden.

Bier-Aufguss

Hierbei wird dem Aufgusswasser eine kleine Menge Bier beigefügt, wobei die Menge entspricht ungefähr ein Schnapsglas voll entspricht. Kommt die Flüssigkeit mit dem heißen Stein in Berührung, entfaltet sich sofort der Duft von geröstetem Getreide und frisch gebackenem Brot. Das restliche Bier kann von den Besuchern als Erfrischung getrunken werden. Allerdings sollte immer bedacht werden, dass Alkohol in Verbindung mit einem Saunagang Auswirkungen auf den Kreislauf haben kann.

Honig-Aufguss

Der Honig-Aufguss ist eine besondere Art des Saunierens und bietet eine hautreinigende, pflegende Wirkung. Der Körper des Saunagängers wird nach dem Vorschwitzen mit Honig eingerieben, der sich durch die Wärme verflüssigt und einen angenehmen Duft verströmt. Der Aufguss wird durch Aufgussöle mit fruchtiger Note verfeinert. Für den Honigaufguss gibt es im Fachhandel spezielle Honigpaste für den Körper, die weitere Substanzen beinhaltet.

Salz-Aufguss

Bei einem Salz-Aufguss wird der Körper nach dem Vorschwitzen oder dem ersten Aufguss mit grobkörnigem Mineralsalz eingerieben. Diese Salzbehandlung sorgt dafür, dass der Körper vermehrt schwitzt. Zudem hat das Salz eine desinfizierende Wirkung und befreit die Haut von trockenen Hautschuppen. Ausgespart werden hierbei der Intimbereich und Wunden, da das Salz dort Schmerzen verursachen kann. Bei einem Salz-Aufguss werden dem Aufgusswasser ätherische Öle von Nadelhölzern beigemischt.

Da beim Abrubbeln das Salz zu Boden rieselt, werden solche Anwendungen vielfach in Dampfbädern angeboten, da der Boden mit Fliesen ausgelegt ist und sich besser reinigen lässt. Eine andere Variante ist der Aufguss, der mit Salz versetzt wird, wodurch sich der Dampf mit Salz anreichert. Die Luft in der Sauna ist ähnlich der Seeluft und für Allergiker und Asthmatiker sehr gut geeignet. Bei einem Salzaufguss ist zu bedenken, dass sich das Salz auf dem Stein ablagert.

Frucht-Aufguss

Während eines Saunagangs werden den Saunierenden kleine Fruchtstücke gereicht, teilweise sogar gefrorenes Ost. Diese dienen als Erfrischung, um sich für den nächsten Aufguss zu stärken. Also, nachdem Sie eine erwerben konnten, nicht den Obstteller passend dazu vergessen.

Birken-Aufguss

Im russischen Banja und der finnischen Sauna kommen kaum ätherische Öle zum Einsatz. Genutzt wird entweder nur Wasser oder Birkenwasser, in dem zuvor die Birkenbüschel eingeweicht wurden. Die Birkenbüschel dienen zum Abschlagen der Haut, damit sie besser durchblutet wird. Während der Aufguss-Zeremonie schlagen sich die Saunagänger mit den Birkenbüscheln, wodurch die Luftschicht auf der Haut verwirbelt und die Schweißproduktion angekurbelt wird. Um den Birkenduft noch zu verstärken, kann Birken-Aroma dem Aufgusswasser beigefügt werden.

Der Ablauf bei einem Besuch in der Sauna

Andere Länder, andere Sitten! Das gilt auch beim Besuch einer Sauna und den damit verbundenen Verhaltensweisen, die sich von Land zu Land stark unterscheiden. Zudem spielt auch eine wichtige Rolle, ob eine öffentliche oder private Sauna besucht wird. In einer privaten Sauna in Finnland findet die Körperreinigung beispielsweise im Saunaraum statt. Aus hygienischen Gründen ist dieses in einer öffentlichen Sauna nicht möglich, sondern wird in den Duschbereichen durchgeführt.

Wie Sie die Sauna richtig nutzen

Für den Organismus und die Seele ist das Saunieren eine angenehme Abwechslung, da die Wärme den ganzen Körper wohlig durchflutet und dabei hilft, Stoffwechselschlacke und Giftstoffe schnell wieder loszuwerden. Diese besondere Wärme sorgt aber auch dafür, dass der Alltagsstress abgelenkt werden kann, um sich geistig zu erholen. Für einen gesunden Körper ist der Besuch in der Sauna wie ein kleiner Urlaub.

Während eines Saunagangs können ätherische Öle genutzt werden. Besonders sinnvoll sind:

  • Apfelschalenextrakt
  • Eukalyptus
  • Fichtennadelöl
  • Latschenkiefernöl
  • Lavendel
  • Pflaumenöl
  • Pfefferminzöl

Um die Sauna richtig zu nutzen und den Wohlfühleffekt zu forcieren, sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Ein Saunabesuch und Hektik passen nicht zusammen. Denn in der Ruhe liegt die Kraft! Wenn sie in Eile sind, können Sie sich in der Sauna nicht richtig entspannen. Daher sollten Sie sich für diese kleine Auszeit aus dem Alltag Zeit nehmen.
  • In die Sauna wird nur ein Badehandtuch und eventuell ein kleineres Handtuch mitgenommen. Schmuckstücke und andere metallische Gegenstände sollten abgelegt werden. Das Gleiche gilt für eine Brille, da die Gläser sofort beschlagen. Kontaktlinsen können in der Sauna getragen werden.
  • Das Make-up muss unbedingt vor dem Saunabesuch entfernt werden. Durch die Substanzen, die im Make-up enthalten sind, wird verhindert, dass die Haut atmen kann.
  • Die Sauna sollte nicht hungrig genutzt werden. Genauso unzuträglich für die Gesundheit ist ein zuvor eingenommenes opulentes Mahl.
  • Die richtige Dosierung für das Saunieren sind maximal 3 Durchgänge. Längeres Saunieren bewirkt vielfach, dass Sie sich schlapp und müde fühlen.
  • Temperaturen über 100° Celsius sollten vermieden werden, da bedeutend höhere Hitze der Haut und den Haaren schadet.
  • Alkohol in der Sauna sollte Tabu sein. Denn durch die große Hitze wirkt der Körper bedeutend direkter auf alkoholische Getränke. Dieses ist für den Organismus nicht unbedingt gesund, denn der Kreislauf wird zusätzlich belastet.
  • Nach dem Saunieren sollten Sie sich nicht sofort durch Schwimmen abkühlen. Für den Körper ist das purer Stress. Daher sollten Sie nur kurz untertauchen und sich abkühlen.
  • Nach dem Saunieren muss dem Körper wieder Flüssigkeit zugeführt werden. Denn während des Saunagangs verlieren Sie bis zu zwei Liter Körperflüssigkeit über die Poren. Um den Wasserhaushalt wieder aufzufüllen eignen sich stilles Wasser oder Fruchtsäfte, die zur Hälfte mit Wasser verdünnt werden.
  • An den Füßen sollten immer Badesandalen getragen werden. Denn das feuchtwarme Klima ist ein guter Nährboden für Pilze und Sporen. In öffentlichen Saunaanstalten können Sie sich so optimal vor Fuß- und Nagelpilz schützen.

Diese Angaben sollten für Sie nur als Orientierung dienen, da jeder Saunagänger mit der Zeit seinen eigenen Rhythmus findet, der durch das eigene Empfinden beeinflusst wird. Anfänger sollten sich daher vorab mit dem Saunameister unterhalten, um zu Beginn den richtigen Rhythmus zu bekommen.

Nur im Saunagebäude gab es damals heißes Wasser. Zudem galt dieser Raum als der sterilste und sauberste im gesamten Gebäude. Traditionell wird die Sauna in Finnland mit Holz beheizt. In Mehrfamilienhäusern wird allerdings die Sauna vielfach elektrisch betrieben.

Die traditionelle finnische Sauna ist die Rauchsauna (savusauna), wo ein Steinhaufen über mehrere Stunden mit großen Holzscheiten aufgeheizt wird. Dabei breitet sich der Rauch selbständig im Saunaraum aus. Der Steinhaufen besteht in der untersten und obersten Schicht aus flachen, dünnen Steinen, damit die Holzscheiten optimal liegen. Ist das Feuer erloschen, wird die Asche entfernt und die heißen Steine können für den Aufguss genutzt werden. Eine Sauna kaufen kann man sich auch nach dem Vorbild der Finnen und diese nicht im Haus verbauen, sondern extern als kleines extra Gebäude.

Der entstandene Rauch zieht über die Deckenöffnung oder Abzugsrohre ab, die verschlossen werden können. Die Steine verfügen nun über eine enorme Hitze, die für den Aufguss benötigt wird. Der erste Aufguss dient dazu, den restlichen Rauch aus der Sauna zu entfernen. Anschließend kann die Sauna über mehrere Stunden hinweg genutzt werden, da die Steine die Hitze lange speichern.

Der Steinhaufen beheizt nicht nur die Sauna, sondern wird auch dazu verwendet, um Wasserdampf zu erzeugen. Denn das Wasser wird auf die heißen Steine gegeben. Durch das große Volumen der Steine breitet sich der Wasserdampf sanft im gesamten Raum aus.

Eine festgelegte Zeitdauer für den Saunagang oder die Pause gibt es in Finnland nicht. Sauniert wird in Finnland teilweise über mehrere Stunden oder auch im Schnelldurchgang, wo nur fünf Minuten geschwitzt wird. Die Saunagänge sind zudem abhängig von den Temperaturen, die sowohl in der Sauna, wie auch außerhalb herrschen.

Außerdem hat das soziale Geschehen auch einen großen Einfluss auf die Länge eines Saunagangs. In Finnland ist der Saunameister für das ein- und ausschalten, sowie das Holz nachlegen zuständig. Der Saunagänger weiß am besten das richtige Maß für den jeweiligen Aufguss und wird daher durch ihn durchgeführt.

Der Aufguss wird von der Person durchgeführt, die dem Aufgusseimer am nächsten ist. Diese Person befindet sich oft auf der obersten Bank, da dort die Einschätzung der Temperatur am besten erfolgen kann. In einer Sauna in Finnland gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, welches befolgt wird. Dieses lautet:

„sillä puheet kenellä kuupa!“ und bedeutet frei übersetzt so viel wie: „Wer die Kelle besitzt, hat das Wort!“

In kurzen Abständen wird hintereinander Wasser aufgegossen, damit ausreichend Hitze und Dampf entstehen kann, wodurch das Handtuchwedeln überflüssig wird. Wenn Sie in Finnland eine Sauna betreten, sollten Sie aus Höflichkeit eine Kelle Wasser auf die Steine gießen, damit der entstandene Wärmeverlust durch das Türöffnen wieder ausgeglichen wird. In größeren Familien und öffentlich Saunabereichen wird in der Regel Geschlechtertrennung praktiziert.

Dadurch ergibt sich, dass die Sauna mehrmals täglich genutzt wird. Ein kultureller Brauch ist die Weihnachtssauna, die am Heiligen Abend durchgeführt wird, um sich für das nachfolgende Fest zu reinigen. Will man eine Sauna kaufen, so ist die Weihnachtssauna ein gutes Argument dafür. Nicht überall in Finnland ist der Gebrauch von Duftölen Gang und gäbe. Mancherorts werden sie genutzt oder sind sogar verpönt, weil sie nicht in eine finnische Sauna gehören.

Wenn Duftöle genutzt werden, werden sie direkt in die Schöpfkelle gegeben, sodass nur ein Wasserwurf aromatisiert wird. Verbreiteter ist allerdings die Mitnahme von Birkenzweigen und Bier. Teer ist ein beliebter Duft in Finnland, da dieser Geruch an eine alte Segelfregatte erinnert. Durch das Schlagen mit den Birkenzweigen ergibt sich auf der Haut ein massageähnlicher Effekt.

Die Birkenzweige geben dabei einen angenehmen Duft ab. Zudem sondern die Birkenblätter eine Substanz ab, die eine seifenartige Wirkung vorweist. In Westfinnland werden die Birkenbüschel als vihta bezeichnet, in Ostfinnland als vasta. Dabei pflegt jeder Teil Finnland die Überzeugung, dass ihr Name der einzig richtige für die Birkenbüschel ist.

In Estland werden anstelle von Birkenzweigen Wacholderzweige für den gleichen Zweck genutzt, wobei die feinen Stacheln auf der Haut prickeln oder als leicht schmerzhaft empfunden werden.

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